Mega Menus – ein guter Trend

By admin
Mega Menu auf Grüne Erde

Mega Menu auf Grüne Erde

Eine relative neue Entwicklung an der Navigations-Front ist die Erscheinung übergroßer drop-down  (seltener roll-out) Menus – Mega Menus könnte man sie nennen.

Was ist ein Mega Menu?

Ein Mega Menu hat einige Gemeinsamkeiten, allerdings auch Unterschiede zu einem normalen drop-down Menu:

  1. Sie sind ein drop-down, der durch ein hover-event erzeugt wird
  2. Sie zeigen alle Links in einer großen, oft mehrspaltigen Ebene
  3. Sie zeigen weitere Links bereits in Gruppen – bieten auf diese Weise praktisch zwei Navigationsebenen auf einer Ebene
  4. Sie verwenden Icons, um die Navigation weiter zu erleichtern.

Was sind die Vorteile der Mega Menus?

Vom erhöhten Aufwand, die Menus barrierearm zu programmieren abgesehen ist der Trend dahin gehend klar erkennbar. Zum einen machen steigene Browserkompatibilität mit den CSS Standards die Verwendung von hover Effekten, Transparenz und Timern weniger riskant, zum anderen liegen die Vorteile der vergrößerten Navigationsflächen auf der Hand. Wer kontextabhängig mehr Auswahlmöglichkeiten, mehr Navigationstiefe geboten bekommt, findet schneller, was er sucht. Voraussetzung hierfür ist jedoch immer auch die typische Gruppierung der angebotenen Links in verwandte Themen.

Mega Menu mit 7 Linkgruppen

Mega Menu mit 7 Linkgruppen

Was ist bei der Verwendung von Mega Menus zu beachten?

Wie immer gibt es gute Gründe, eine Idee und die damit verbundenen Techniken einzusetzten – aber auch Argumente dagegen. Grundsätzlich spielen die Mega Menus ihre Vorteile nur aus, wenn gewisse Voraussetzungen gegeben sind, oder erfüllt werden können:

  1. Große Anzahl von Links:  Nur wenn das Informationsangebot sehr umfangreich wird, bietet das Mega Menu einen geschwindigkeitsmäßigen Vorteil gegenüber einem regulären drop-down.
  2. Die Navigation sollte sich auf genau drei Ebenen verteilen lassen. So ist die Hauptnavigation relativ kurz und knapp; das Mega-Menu übernimmt Menuebenen zwei und drei in einem. Das führt direkt zur nächsten Anforderung:
  3. Die Links auf dem roll-out müssen entsprechend der zweiten Menuebene gegliedert sein.

Theoretische Überlegung zur Geschwindigkeit

Die Wissenschaft weiß: wir können maximal sieben Stichwörter mit einem Blick erfassen. Optimal ist eine Navigation (für ein großes Informationsangebot) also genau dann, wenn jede Menuebene nicht mehr, möglichst aber auch nicht weniger als sieben Optionen bietet und diese möglichst schnell aufrufbar sind. Mit Mega-Menus lässt sich genau dieses verwirklichen: Durch das hovern über einem Menupunkt erhalten wir direkt alle Informationen über darunter liegene Ebenen ohne eine zweite Menuebene anklicken und auf den Aufbau der neuen Seite warten zu müssen. Auch die Orientierung und das neue Anvisieren einer weiteren Menuebene fällt dabei weg.

Und die Barrierefreiheit?

Auch hier gilt es abzuwägen, ob die technischen Hürden für behinderte Menschen nicht unverhältnismäßig höher werden. Aus meiner Sicht ist das zu verneinen, wenn zusätzlich zu dem Mega-Menu, das nur durch das hover-event erscheint, die Navigation auch durch Anklicken der Links aus der ersten Menuebene möglich ist, die auf klassische Weise eine neue Seite öffnet, die die zweite Menuebene als statische Einträge präsentiert.

Meinungen aus der Szene

Jacob Nielsen, vielbeachteter Guru zum Thema Usability ist ein großer Befürworter dieser Entwicklung. Hier findet Ihr seinen Artikel und weitere interessante Gestaltungstipps dazu:
http://www.useit.com/alertbox/mega-dropdown-menus.html

Auch Sitepoint war nicht untätig und hat eine Kurzübersicht des Themas gewagt:
http://www.sitepoint.com/blogs/2009/03/30/mega-drop-down-menus/

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