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Webdesign Forschung & Wissenschaft http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog Online-Marketing, SEO, User Experience, Design Mon, 10 May 2010 09:11:49 +0000 http://wordpress.org/?v=2.9.2 en hourly 1 Facebooks Open-Graph und der internationale Trend http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=122 http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=122#comments Mon, 10 May 2010 09:11:05 +0000 admin http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=122 Zwei interessante Zahlen kann ich heute mit einer Google-Trend Analyse anbieten: zum einen den – nicht überraschenden – Anstieg des öffentlichen Interesses an Open-Graph von Facebook. Zum anderen – und das ist wohl nicht grundsätzlich überraschend, aber in dieser Deutlichkeit sehr unerwartet: das heftige Interesse an dieser Entwicklung in den neuen EntwickLER-Ländern: Indien, Korea, Tschechien.

open graph bei google trend

Google-Trend Analyse

Die große Überraschung: bei den Ländern, in denen dieses Thema “besprochen” wird, sind die USA gerade mal auf Platz 8, von Deutschland nicht die Spur. Bei den Sprachen – mindestens genauso überraschend – folgt Englisch ebenfalls erst auf Platz 3 nach Koreanisch und Tschechisch.

Es wird wohl nicht mehr allzu lange dauern, bis die Software- und Webentwicklung in den “alten” Ländern diesen Trend im vollen Ausmaß zu spüren bekommt.

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Google from Good to Bad? http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=120 http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=120#comments Tue, 23 Mar 2010 11:27:59 +0000 admin http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=120 Googles claim ist “Don’t be evil”. Das hat mir immer sehr gut gefallen. Ich glaube auch, dass dieser Claim noch immer hinter dem Unternehmen steht. Und doch beschleicht einen ein ungutes Gefühl wenn man merkt, dass ein letztlich natürlich gewinnorientiertes Unternehmen eine Marktmacht entwickelt, die es in vielen Bereichen zum Monopolanbieter macht.
Wenn man jedoch die strategischen Investitionen von Goolge mit in Betracht zieht, wird es erst richtig spannend: begonnen von der allseits bekannten Suchmaschine (deren Leistung übrigens über nicht weniger als 450.000 Server erbracht wird) möchte google gerne Leistungen bereitstellen, die auch den Browser (Chrome), das Handy (google Phone, Android), und die Kabelinfrastruktur umfassen. So weit so wenig überraschend.
Aber wußten Sie, dass google noch einen großen, mächtigen Schritt weiter geht? Googles Investitionen umfassen heute auch Branchen wie alternative Energien, Biotech und Pharma. Nur der verständliche Wunsch eines erfoglreichen Unternehmens, erzielte Gewinne lukrativ zu reinvestieren? Sicher nicht: 2009 hat sich Google für diese Investitionen zusätzliches Venture-Kapital besorgt. Die Investitionen gehen über reine Gewinnverwendung weit hinaus.

Sehen Sie diesen kurzen und sehr informativen Film dazu:

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e-Commerce die Zukunft des stationären Handels http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=117 http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=117#comments Thu, 18 Mar 2010 15:58:41 +0000 admin http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=117 Kürzlich gab es ein interessantes Interview mit dem Chef von Tengelmann, Karl-Erivan Haub. Hier ein Auszug:

“Onlineshops sind keine Spielerei von mir”

Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub will sich im Online-Handel an weiteren Start-ups beteiligen – um so weiter auf der Bildfläche zu bleiben. Als stationärer Händler ist er sogar neidisch aufs Web.

Tengelmann-Chef Haub: “Die Onlineshops sind keine Spielerei von mir”, sagte Karl-Erivan Haub in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS). Er denke an die sechste Familiengeneration. “Wir legen jetzt die Grundsteine für das künftige Geschäft unserer Kinder. Ich möchte mir nicht sagen lassen müssen: Mensch, wieso habt ihr das verschlafen? Habt ihr das mit dem Online-Handel denn nicht kommen sehen?”, so der Mitinhaber des Tengelmann-Konzerns.

Haub hat folgende Vision des Einkaufens in 30 Jahren: “Vermutlich schauen wir uns die Sachen in den Geschäften an, trinken einen Kaffee und ordern dann online von zu Hause.”

Traumhafte Margen im Internet

Wer beim E-Commerce nicht dabei sei, werde von der Bildfläche verschwinden. Die Gründung von Tengelmann-E-Commerce, über die sich die Gruppe in diesem Jahr noch an weiteren Start-ups beteiligen will, soll verhindern, dass es dem Mülheimer Konzern genauso geht: “Wir gucken uns jeden Tag neue Konzepte an, und ich hätte nichts dagegen, mich dieses Jahr noch an weiteren Start-ups zu beteiligen.”

Mit seinen bisherigen Online-Investitionen sieht Haub sich gut aufgestellt. Mit 80 Millionen Euro Umsatz im vergangenen Jahr schreibe der neue Partner brands4friends Gewinn. Plus.de habe bereits vor einem Jahr einen Umsatz von 100 Millionen Euro erwirtschaftet, “nicht mit Lebensmitteln, sondern mit Wohnaccesoires, Reisen, Kosmetikartikeln”. Zudem hatte sich der Konzern vor einigen Wochen am Online-Schuhhändler Zalando beteiligt.

Gemessen am Gesamtkonzern, der aktuell zwölf Milliarden Euro Umsatz erwirtschafte, seien dies allerdings noch verhältnismäßig kleine Brötchen. Aber: “Von den Margen im Internet können wir Einzelhändler nur träumen”, sagte Haub in der FAS.

Fundort: Internetagentur Ulm

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Probleme mit Flash unter Windows7 mit dem IE? http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=112 http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=112#comments Thu, 18 Mar 2010 15:31:06 +0000 admin http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=112 Wer stolzer Besitzer eines 64-Bit-Systemsgeworden ist, sprich auf Windows 7 umgestiegen ist, wird merken, dass sich der Unterschied gravierender bemerkbar macht, als zunächst angenommen. Leider nicht nur im positiven Sinne der Performance, sondern auch im Negativen in Sachen Kompatibilität. So ist das leider bis heute nicht möglich mit der 64 Bit-Version des Internet Explorers (IE8) SWF Files, also Flash anzuzeigen.

Überraschenderweise ist die Schuld daran ausnahmsweise nicht bei Microsoft zu suchen. Es liegt vielmehr an Adobe, dass man bisher die 64 Bit Browsergeneration noch nicht ernst genommen hat und die Flash-Komponente entsprechend rechtzeitig weiterentwickelt hat.

Der einzige Ausweg besteht daher bis jetzt darin, den Internet Explorer in der 32 Bit-Version zu verwenden. Auch der Versuch, die 64 Bitversion des Internet Explorers mit Rechtsklick und Administratorrechten zu starten um dann direkt bei Adobe den aktuellen Flashplayer zu installieren scheitern leider. Man erhält lediglich die folgende lapidare Auskunft, dass man auch als Nutzer eines 64 Bit-Systems mit einem 32 Bit Browser surfen muss, wenn man in den Genuss von Flash kommen möchte:

http://kb2.adobe.com/cps/000/6b3af6c9.html

Quelle: InternetAgentur Bodensee: Windows7-Flash-Problem

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Literaturempfehlung: CSS-Praxis von Kai Laborenz http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=111 http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=111#comments Fri, 09 Oct 2009 07:38:31 +0000 admin http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=111 Eine der wichtigsten Entwicklungen im Internet in den letzten Jahren war vielleicht die Etablierung eines Auszeichnungsstandards, an den sich alle Browseranbieter (bis auf Microsoft natürlich) halten. Bei diesem Standard handelt es sich um CSS – die Cascading Style-Sheets.
Das “Standardwerk” hierzu ist der sehr umfassende Schmöker von Kai Laborenz, den ich hier kurz vostellen möchte.

Zunächst ein paar Worte zum Inhalt: Der Autor deckt mit dem ca. 760 Seiten starken Buch wirklich alles ab, was man über CSS wissen möchte. Da es sich (wie man spätestens nach der Lektüre weiß) dabei um ein riesiges Gebiet handelt, versäumt es der Autor auch nicht, an besonders heiklen Stellen auf weiterführende Quellen – meist im Internet – zu verweisen.
Vom “Warum CSS” über die “Geschichte und Zukunft von CSS” bis hin zur komplettlistung aller CSS-Elemente mit allen Eigenschaften lässter Laborenz nichts aus.
Besondere Highlights sind für mich dabei die absolut unverzichtbaren Kapitel über die Bugs des Internet-Explores, ohne die ich sicherlich schon häufig verzweifelt wäre. Denn: der Autor begnügt sich nicht damit die Fehler aufzudecken, sondern liefert auch hilfreiche “Workarounds”.
Der Praxisbezug des ganzen Buches ist dabei absolut hervorstechend. Ein Kapitel über “Browserweichen und Hacks” liefert lang gesuchte Lösungen für immer wieder auftauchende Probleme und in “Layout mit CSS” ist ausfühlrichst erklärt, wie man z.B. zwei oder dreispaltige Designs kerieren oder das Problem ungleich langer Spalten lösen kann. CSS-Praxis

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Die Berechnung des PageRanks nach Google http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=106 http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=106#comments Fri, 24 Jul 2009 13:04:23 +0000 admin http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=106 Endlich ist es so weit. Die Jahre des Rätselratens sind vorüber.

Das Geheimnis um das  “nofollow” Attribut, jenes vermeintlich selbsterklärende Argument, das einem Link die Weitergabe des PageRanks auf die verlinkte Seite untersagt, ist gelüftet.

Niemand geringer als Matt Cutts, seines Zeichens “Head of Webspam” bei Google hat veröffentlicht, wie Google nofollow Links behandelt: Sie transportieren tatsächlich keinen PageRank, ABER sie werden bei der Anzahl der ausgehenden Links berücksichtigt. Hat also eine Seite zum Beispiel 100 PageRank Punkte, werden diese auf alle Links dieser Seite gleichmäßig verteilt (incl. auf die nofollow). Die Punkte fließen jedoch nur zu den Links, die kein nofollow haben. Hat die Seite also 10 “gute” und 40 “nofollow” Links, erhalten die guten Links jeweils nur 2 Punkte, die anderen 0.

Auch das Gerücht, dass der eigene PageRank durch viele Links auf andere Seiten “abfließen” würde ist damit von offizieller Stelle entkräftet.

Im Original hier nachzulesen: Matt Cutts

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Welche Faktoren bestimmen “Lokale Branchenergebnisse” in Google? http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=103 http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=103#comments Fri, 26 Jun 2009 11:38:05 +0000 admin http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=103 Die lokalen Branchenergebnisse, jene Liste von drei bis zehn Unternehmen, die bei jeder Suchanfrage die eine Stadt enthält, eingeblendet wird, ist zu einem wichitgen Wirtschaftsfaktor geworden. Wer in die Top 10 der lokalen Branchenergebnisse für seine Stadt und seinen Suchbegriff kommt, kann sich über ca. 5% des Gesamtsuchvolumens für diese Kombination freuen.

Wie die Suchergebnisliste der lokalen Branchenergebnisse jedoch zustande kommt, ist wie alle Bewertungsschemata von Google ein Objekt der Spekulation. Im Mai 2009 wurde dazu eine Panelauswertung in den USA unter 40 angesehenen SEO-Spezialisten durchgeführt. Auch wenn die Ergebnisse mit Vorsicht zu genießen sind, da sich alle Meinungen auf Google USA beziehen, das bekanntlich nicht gleich arbeitet wie Google.de, sind die Ergebnisse doch ein interessanter Indikator auch für uns.

Auf einer Skala von -5 bis +5 wurden 41 Kriterien im Hinblick auf Ihren Einfluss bei dem Ranking in den lokalen Branchenergebnissen bewertet. Hier die wichtigsten Faktoren:

1. Die eigene Firmenadresse liegt in der gesuchten Stadt (4,42)
2. Erwähnung der Geschäftsadresse (1.) bei wichtigen Datenlieferanten (Gelbeseiten etc.) (4,10)
3. Die gewählte Kategorie des Unternehmens im Branchencenter (4,00)
4. Verifizierter Eintrag im Branchencenter für die gesuchte Stadt  (3,85)
5. Keyword im Titel des Branchenlistings (3,56)

Die ganze Liste gibt es mit zahlreichen Textkommentaren der SEOs auf DAVIDMIHM

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Immer mehr Online-Käufer http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=100 http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=100#comments Thu, 25 Jun 2009 08:21:50 +0000 admin http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=100 Quelles Webshoppingstudie 2009, die vom Marktforschungsinstitut Innofact durchgeführt wurde, hat dazu zwei sehr interessante Zahlen zum Thema Online-Shopping zu Tage gefördert:
1. Innerhalb der letzten zwei Jahre stieg der Anteil der Verbraucher, die in Onlineshops einkauft um weitere 28 Prozent auf über 97 Prozent.
2. Der Anteil der “heavy user”, die mindestens 20 Bestellungen pro Jahr aufzugeben, stieg von 16 auf über 24 Prozent.

Als Gründe für das Shopping Online wurden genannt:
1. Bequem (93%)
2. unabhängig von Ladenöffnungszeit (92%)
3. Günstigere Preise, zumindest subjektiv (82%)

Fazit: Online-Shopping ist erwachsen geworden und hat das klassische Ladengeschäft in vielen Branchen praktisch ersetzt. Wer Kunden erreichen will, setzt daher auch im Marketing zunehmend auf Online-Maßnahmen.

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Grundsatzentscheidung des BGH zu Google AdWords http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=96 http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=96#comments Tue, 21 Apr 2009 10:27:08 +0000 admin http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=96 Heute hat der BGH in drei Verfahren über die Markenrechtswidrigkeit von Google AdWords Werbung entschieden.

In einem Verfahren (I ZR 125/07) berief sich die Klägerin auf eine deutsche Marke “Bananababy”, die von der Beklagten als Keyword/Schlüsselwort für identische Waren und Dienstleistungen benutzt wurde, für welche die Marke eingetragen war. Der BGH hat diesen Fall noch nicht entschieden, sondern dem EuGH vorgelegt. Dieser muss nun prüfen, ob in der Verwendung der geschützten Bezeichnung als Schlüsselwort eine Benutzung als Marke im Sinne des Markengesetzes liegt. Hintergrund: das deutsche Recht hat sich insoweit am europäischen Recht zu orientieren. Bislang liegt nur die Pressemitteilung des BGH vor. Es ist daher schwierig, hieraus weitere Schlüsse zu ziehen. Denkbar wäre es aber, dass der BGH eine Markenrechtsverletzung annimmt, wenn der EuGH die obige Frage bejaht und von einer markenmäßigen Benutzung ausgeht. Sonst würde die Vorlage zum EuGH keinen Sinn machen.

Der zweite Fall (I ZR 139/07) handelte von der Marke “PCB-POOL”. Die Beklagte hatte das Keyword “pcb” gebucht, welches in Verkehrskreisen als Abkürzung für “printed circuit board” verstanden wird. Das ist wichtig für die Beurteilung dieser Entscheidung. Denn: der Markeninhaber kann “in der Regel” die Verwendung einer beschreibenden Angabe auch dann nicht untersagen, wenn sie markenmäßig benutzt und dadurch die Gefahr von Verwechslung mit der geschützten Marke begründet wird. Es handelt sich um eine zulässige beschreibende Benutzung der Marke. Auf die Frage der markenmäßigen Verwendung kam es nicht an (anders im ersten Fall), so dass der BGH hier “durchentschieden” hat.

Dritter Fall (I ZR 30/07): Dort ging es (wichtig!) um eine Unternehmensbezeichnung (nicht um eine eingetragene Marke): “Beta Layout GmbH”. Dieser Begriff wurde als Keyword genutzt. Das Berufungsgericht hatte eine markenmäßige Verwendung abgelehnt. Der Internetnutzer gehe nicht davon aus, dass eine in einem gesonderten Anzeigenblock neben der eigentlichen Trefferliste erscheinende Anzeige von der Beta Layout GmbH stamme. Verwechslungsgefahr scheide damit aus. Anders als in der ersten Entscheidung wurde dieser Fall nicht dem EuGH vorgelegt (obwohl hier die gleichen Grundsätze für die kennzeichenmäßige Verwendung Anwendung finden). Dies wurde damit begründet, dass Unternehmenskennzeichen quasi ureigenstes deutsches Recht seien, über das man die Auslegungshoheit besitzt, während dies bei eigentragenen Marken anders sei.

Fazit:

* Ob die Verwendung von Keywords eine Markenrechtsverletzung (eingetragene Marke) darstellt, bleibt weiterhin offen, bis der EuGH sich zu dieser Frage geäußert hat. Also ist weiterhin Vorsicht bei der Verwendung von Markennamen als Keywords angebracht.
* Eingetragene Marken, die beschreibender Natur sind, dürfen in der Regel als Keyword genutzt werden.
* Unternehmenskennzeichen dürfen als Keywords genutzt werden.
* Offenbar differenziert der BGH bei der Beurteilung der Verwechslungsgefahr zwischen eingetragenen Marken und Unternehmenskennzeichen. Sonst hätte er auch im ersten Fall die Klage mangels Verwechslungsgefahr abgewiesen, da die Ausgangslage, was die Positionierung der Anzeigen angeht, identisch ist. Oder der BGH hat das Berufungsurteil nur eingeschränkt überprüft, was die Verwechslungsgefahr angeht (Stichwort: “tatrichterliche Feststellung des Verkehrsverständnisses”).

Praktische Konsequenz: Wenn man sich – zumindest derzeit – als Kennzeicheninhaber die Möglichkeit offen halten möchte, dagegen vorgehen zu können, dass ein Konkurrent mit dem eigenen Kennzeichen als Keyword wirbt, muss man sich auf Markenrechte berufen können. Das bedeutet, dass man – auch wenn man bereits über ein Unternehmenskennzeichen verfügt (z. B. Name der GmbH), sich den Begriff auch noch einmal markenrechtlich schützen lassen sollte. Natürlich ist dabei Voraussetzung, dass der Begriff eintragungsfähig ist und nicht nur von beschreibender Natur (sonst würden ohnehin die Grundsätze des 2. Urteils I ZR 139/07 eingreifen und eine Schutzwirkung versagt werden).
Eine genauere Einschätzung und eine Kritik an den Entscheidungen kann erst erfolgen, wenn die schriftlichen Entscheidungsgründe vorliegen.

Quelle: Pressestelle des Bundesgerichtshof, Pressemitteilung Nr. 17 vom 22.01.2009

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Investitionen in Online-Werbung sind gestiegen http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=93 http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=93#comments Fri, 17 Apr 2009 06:53:08 +0000 admin http://www.katzenbergdesign.net/Agentur-Ravensburg/blog/?p=93

Die Online-Werbespendings in Deutschland sind im ersten Quartal 2009  gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 15,1 Prozent auf 350 Mio. Euro gestiegen. Dies hat gestern Nielsen Media veröffentlicht.

Das Wachstum der Brutto-Werbeumsätze des Mediums Internet hat sich im Vergleich zu den Vorjahren abgeschwächt. Die Entwicklung des Online-Werbemarktes ist aber noch stärker als die der anderen Medien. Ein kleiner Lichtblick in schwierigen Zeiten?

Am stärksten investierten die Branchen Online-Dienstleistungen (58 Mio. Euro), Unternehmenswerbung (35 Mio. Euro) – d.h. Imagewerbung sowie produktbezogene Unternehmenswerbung – und E-Commerce (22 Mio. Euro) in Werbung im Web.

Bei den Unternehmen lag Esprit mit Online-Brutto-Werbeausgaben von 24 Mio. Euro an erster Stelle. Platz 2 und 3 belegten T-Home (10 Mio. Euro) und Friendscout24 (9 Mio. Euro).

Das Modeunternehmen setzt damit ein Zeichen für die wichtige Rolle des E-Commerce. Noch im Vorjahr war der Esprit-Etat für Online-Werbung verschwindend gering.

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